Beste Seen zum Fischen in der Schweiz: 15 Top-Gewässer im Überblick
- Christoph Bachmann

- 25. März
- 11 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. März
Die Schweiz zählt rund 1'500 Seen, und mehr als 100'000 Personen werfen hier mindestens einmal pro Jahr die Angel aus (Fischereistatistik des Bundes, 2016). Ob Du einen kapitalen Hecht suchst, Felchen vom Boot aus fangen willst oder als Anfänger zum ersten Mal am Ufer stehst: Es gibt für jede Anglerin und Angler den passenden See. In diesem Ratgeber stellen wir Dir die 15 besten Seen zum Fischen in der Schweiz vor. Du erfährst, welche Fischarten Dich erwarten, was ein Patent kostet und wo Du sogar ganz ohne Bewilligung fischen darfst. Damit Du den perfekten Angeltag planst, ohne böse Überraschungen.
«Die Schweiz bietet mit rund 1'500 Seen und über 86 Fischarten ein enormes Angelpotenzial. Die besten Gewässer reichen vom artenreichen Bodensee (30 Arten) bis zum ertragreichen Sempachersee (52 kg/ha). An vielen Seen gilt Freiangelrecht, Tagespatente gibt es ab CHF 20.-. Dieser Guide zeigt Dir die 15 Top-Seen mit Fischarten, Preisen und praktischen Tipps.»
Die Schweiz: Ein Paradies für Anglerinnen und Angler?
Die Schweizer Fischfauna umfasst mind. 86 Fischarten und 4 Neunaugenarten, wovon 19 nicht einheimisch sind (BAFU, 2024). Vier grosse europäische Einzugsgebiete (Rhein, Rhone, Po und Donau) machen die Schweiz zu einem echten Hotspot der Fischbiodiversität.
Die Wasserqualität der Schweizer Seen ist hervorragend. Praktisch überall kann gebadet werden, was auch der Fischerei zugutekommt (EDA, 2024). Die meisten Seen entstanden während der Eiszeit und bieten mit ihren unterschiedlichen Tiefen und Nährstoffgehalten vielfältige Lebensräume.
Allerdings steht die Schweizer Fischwelt auch unter Druck. Rund ein Fünftel der ursprünglichen Fischarten ist vollständig verschwunden. Drei Viertel der verbleibenden Arten gelten als potenziell gefährdet oder bedroht (BAFU, 2024). Das macht nachhaltiges Fischen umso wichtiger.
Trotzdem: Angelfischer fangen in der Schweiz durchschnittlich rund 483 Tonnen Fisch pro Jahr, davon etwa 277 Tonnen in den grossen Seen (Fischereistatistik des Bundes, 2016). Die beliebtesten Zielfische in Seen sind Egli, Felchen und Hecht. Bemerkenswert ist, dass der gesamte Inlandfang nur etwa 6 Prozent des Fischkonsums in der Schweiz deckt, die restlichen 94 Prozent werden importiert (Petri-Heil, 2024).
Die 15 besten Seen zum Fischen in der Schweiz
Von den grossen Voralpenseen bis zu versteckten Bergseen: Jedes Gewässer hat seinen eigenen Charakter. Die folgende Auswahl deckt verschiedene Regionen, Fischarten und Schwierigkeitsgrade ab. Lass Dich inspirieren.
1. Bodensee
Der Bodensee ist mit 254 Metern Tiefe und rund 173 km² Schweizer Anteil einer der beeindruckendsten Angelseen Europas (schweizersee.ch, 2024). Er liegt auf 395 m ü.M. in den Kantonen St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen.
Rund 30 Fischarten leben im Obersee (bodenseefisch.eu, 2024). Besonders hervorzuheben sind drei Felchenarten: Blaufelchen, Gangfisch und Sandfelchen. Die Seeforelle, oft als «Königin des Bodensees» bezeichnet, kann über 1 Meter lang und über 20 kg schwer werden (fischguet.ch, 2024).
Ein grosser Vorteil: In den Kantonen St. Gallen und Thurgau gilt Freiangelrecht vom Ufer mit einfacher Angel und Naturköder. Du brauchst also kein Patent für den Einstieg. Wer tiefer einsteigen will, findet in unserem Guide zum Fischen am Bodensee alle Details.
2. Thunersee
Der Thunersee im Berner Oberland umfasst 47,7 km² bei einer maximalen Tiefe von 215 Metern (schweizersee.ch, 2024). Er liegt auf 558 m ü.M. und gehört vollständig zum Kanton Bern.
Dieses Gewässer ist ein typischer Felchen-, Saibling- und Seeforellensee (BKFV, 2024). Besonders spannend: Im Thunersee leben endemische Arten wie der Kropfer, der weltweit nur hier und im Brienzersee vorkommt, sowie Albock und Brienzlig. Egli sind im Uferbereich des ganzen Sees fangbar.
Im Kanton Bern gilt Freiangelrecht für die Uferfischerei mit einer Angelrute und einfachem Haken. Für mehr Möglichkeiten brauchst du ein Patent. Alle Infos zur Fischerei am Thunersee haben wir in einem separaten Beitrag zum Fischen am Thunersee zusammengestellt.
3. Vierwaldstättersee
Mit 113,7 km² und einer Tiefe von bis zu 214 Metern ist der Vierwaldstättersee einer der grössten und tiefsten Seen der Schweiz (schweizersee.ch, 2024). Fünf Kantone (Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri) teilen sich dieses Gewässer.
Rund 30 bis 34 Fischarten leben hier (Petri-Heil, 2024). Das Albeli, eine kleinwüchsige Felchenform, ist der wichtigste Nutzfisch und gilt als «Brotfisch» der Berufsfischer. Seesaiblinge kommen hier äusserst zahlreich vor, deutlich mehr als in vergleichbaren nährstoffarmen Seen.
Im Kanton Luzern ist einfaches Angeln von öffentlich zugänglichen Ufern ohne Patent erlaubt (LAWA, 2024). Unser Beitrag zum Fischen am Vierwaldstättersee liefert Dir alle Details zu Patenten und Hotspots.
4. Zugersee
Der Zugersee liegt auf 414 m ü.M. und erstreckt sich über 38,4 km² bei einer maximalen Tiefe von 198 Metern (schweizersee.ch, 2024). Die Kantone Zug, Schwyz und Luzern teilen sich diesen See.
Zu den Hauptarten zählen Hecht, Egli, Felchen, Seeforelle, Seesaibling und Zander (Kanton Zug, 2024). Wichtiger Hinweis: Hecht und Egli im Zugersee überschreiten derzeit die PFAS-Höchstwerte des Bundes. Informiere Dich vor dem Verzehr über die aktuellen Empfehlungen.
Mit einem Tagespatent ab CHF 20.- und einem Ufer-Jahrespatent ab CHF 60.- für Einwohner (CHF 120.- für Auswärtige) ist der Zugersee preislich attraktiv. Das Boot-Jahrespatent kostet CHF 140.- (CHF 280.- für Auswärtige). Mehr Informationen findest Du in unserem Guide zum Fischen am Zugersee.
5. Zürichsee
Der Zürichsee umfasst 88,2 km² und erreicht eine maximale Tiefe von 136 Metern (schweizersee.ch, 2024). Er liegt auf 406 m ü.M. und erstreckt sich über die Kantone Zürich, St. Gallen und Schwyz.
Mit einem Fischertrag von 22 kg pro Hektare gehört der Zürichsee zu den produktiveren Gewässern der Schweiz (Petri-Heil, 2024). Im Kanton Zürich gilt Freiangelrecht vom Ufer. Wer mehr will, zahlt seit dem 1. Januar 2026 CHF 160.- für das Seenpatent (Zürichsee, Obersee, Greifensee und Pfäffikersee) oder CHF 30.- für ein Tagespatent (Kanton Zürich, 2026).
6. Bielersee
Der Bielersee liegt auf 429 m ü.M. und misst 39,5 km² bei einer maximalen Tiefe von 74 Metern (schweizersee.ch, 2024). Er liegt in den Kantonen Bern und Neuenburg.
Über 30 verschiedene Fischarten leben in diesem Gewässer (angeln-fischen.ch, 2024). Ein grosser Weissfischbestand ermöglicht eine prächtige Entwicklung von Egli, Hecht und Zander (BKFV, 2024). Mit 30 kg pro Hektare liegt der Bielersee deutlich über dem nationalen Durchschnitt von 15 kg/ha.
Gute Stellen für Uferfischer sind der Hafen Neuenstadt, die Seematte bei Twann und Ligerz sowie der Bereich beim Bahnhof Tüscherz. Wie beim Thunersee gilt im Kanton Bern auch hier Freiangelrecht mit einer Angelrute vom Ufer.
7. Neuenburgersee
Der Neuenburgersee ist mit 215,2 km² der grösste See, der vollständig in der Schweiz liegt (EDA, 2024). Er erreicht eine maximale Tiefe von 153 Metern und liegt auf 429 m ü.M.
In diesem Gewässer sind alle einheimischen Fischarten vertreten (angeln-fischen.ch, 2024). Die Hauptarten sind Seeforelle, Hecht, Barsch und Felchen. Durch seine schiere Grösse und den Artenreichtum bietet der Neuenburgersee Möglichkeiten für praktisch jede Angeltechnik. Gleichzeitig macht es dieser Umstand dem Fischer auch nicht ganz einfach, sich für einen Angelplatz zu entscheiden.
Die genauen Regelungen variieren je nach Kanton, da sich der See über Bern, Freiburg, Neuenburg und Waadt erstreckt. Informiere Dich vor Deinem Angeltag bei der zuständigen kantonalen Fischereibehörde.
8. Brienzersee
Der Brienzersee ist mit 260 Metern maximaler Tiefe einer der tiefsten Seen der Schweiz, bei einer Fläche von 29,8 km² (schweizersee.ch, 2024). Er liegt auf 564 m ü.M. und gehört vollständig zum Kanton Bern.
Der nährstoffarme See gilt als einer der saubersten der Schweiz (BKFV, 2024). Hauptarten sind Felchen, Seeforelle, Seesaibling, Hecht und Trüsche. Erfreulich: Nach einem mehrjährigen Rückgang haben die Felchenfänge wieder zugenommen.
Für Felchen lohnen sich die Gebiete bei Bönigen, die Bucht von Iseltwald und Ebligen. Hechtfischer werden in den Häfen und der Uferzone zwischen Iseltwald und den Giessbachfällen fündig. Auch hier gilt im Kanton Bern Freiangelrecht vom Ufer.
9. Sempachersee
Der Sempachersee im Kanton Luzern ist mit 14,4 km² und 87 Metern Tiefe relativ klein, aber fischreich (schweizersee.ch, 2024). Er liegt auf 504 m ü.M.
Mit einem Ertrag von 52 kg pro Hektare ist der Sempachersee der produktivste See der Schweiz (Petri-Heil, 2024). Das Fischartenspektrum ist beeindruckend: Felchen, Egli, Hecht, Zander, Karpfen, Schleie, Wels, Rotauge, Brachsmen und Trüsche (LAWA, 2024).
Einfaches Angeln vom Ufer ist ohne Patent erlaubt. Ein Tagespatent für Einwohner kostet CHF 25.-, das Jahrespatent CHF 125.-. Auswärtige zahlen einen Aufschlag von 50 Prozent.
10. Walensee
Der Walensee liegt auf 419 m ü.M. und umfasst 24,2 km² bei einer Tiefe von bis zu 150 Metern (schweizersee.ch, 2024). Er erstreckt sich über die Kantone Glarus und St. Gallen.
Als nährstoffarmer Alpensee beheimatet der Walensee hauptsächlich Salmoniden: Seeforelle, Seesaibling und Felchen (Kanton St. Gallen, 2024). Wer auf Seeforellen fischen will, findet hier gute Bedingungen.
Am Walensee gilt Freiangelrecht vom Ufer (Kanton Glarus, 2024). Für Bootsfischerei oder den Einsatz mehrerer Ruten brauchst Du ein kantonales Patent.
11. Hallwilersee
Der Hallwilersee liegt auf 449 m ü.M. in den Kantonen Aargau und Luzern. Er misst 10,2 km² bei einer maximalen Tiefe von 47 Metern (schweizersee.ch, 2024).
Die Fischarten reichen von Seeforelle und Seesaibling über Egli und Hecht bis zu Trüsche, Schleie und verschiedenen Weissfischen (angeln-fischen.ch, 2024). Der See bietet also sowohl Salmoniden- als auch Raubfischanglern interessante Möglichkeiten.
Es gilt Freiangelrecht, allerdings brauchst Du eine Freiangelkarte für CHF 50.- (Kanton Aargau, 2024). Die Jahreskarte kostet CHF 150.-, ein Tagespatent CHF 20.-.
12. Greifensee
Der Greifensee östlich von Zürich umfasst 8,2 km² bei einer maximalen Tiefe von 34 Metern (schweizersee.ch, 2024). Er liegt vollständig im Kanton Zürich auf 435 m ü.M.
Rund 19 Fischarten leben im Greifensee und seinen Zuflüssen (Greifensee-Stiftung, 2024). Mit einem Ertrag von 21 kg pro Hektare liegt er über dem nationalen Durchschnitt. Der See ist bekannt für gute Egli- und Hechtbestände.
Es gilt Freiangelrecht vom trockenen Ufer. Das Seenpatent des Kantons Zürich (CHF 160.- Jahrespatent, CHF 30.-, Tagespatent) schliesst den Greifensee mit ein. Wer mehr über dieses Gewässer erfahren will, findet alles Wichtige in unserem Beitrag zum Fischen am Greifensee.
13. Sihlsee
Der Sihlsee im Kanton Schwyz ist mit 889 m ü.M. der höchstgelegene See in dieser Liste. Er umfasst 10,7 km² bei einer relativ geringen maximalen Tiefe von 23 Metern (schweizersee.ch, 2024).
Hauptarten sind Hecht, Zander, Felchen und Egli (sihlseefischen.ch, 2024). Die Beliebtheit des Sees zeigt sich an den jährlich rund 3'500 verkauften Patenten (Petri-Heil, 2024).
Eine Besonderheit: Für Hecht gilt ein Mindestmass von 55 cm bis 80 cm und dann wieder ab 120cm. Das Maximalmass schützt grosse Laichfische und fördert die natürliche Fortpflanzung. Solche progressiven Regelungen setzen ein Zeichen für nachhaltige Bewirtschaftung.
14. Wägitalersee
Der Wägitalersee liegt auf 900 m ü.M. im Kanton Schwyz und ist mit 4,2 km² der kleinste See in dieser Auswahl (schweizersee.ch, 2024). Die maximale Tiefe beträgt 65 Meter.
Dieser Stausee überzeugt durch seine idyllische Lage und vergleichsweise wenig Angeldruck. Wer Ruhe beim Fischen sucht, ist hier genau richtig. Die genauen Fischarten und Regelungen findest Du in unserem Guide zum Fischen am Wägitalersee.
15. Murtensee
Der Murtensee liegt auf 429 m ü.M. und erstreckt sich über die Kantone Freiburg und Waadt. Er umfasst 22,8 km² bei einer maximalen Tiefe von 46 Metern (schweizersee.ch, 2024).
Der relativ flache und nährstoffreiche See bietet gute Bedingungen für Weissfische, Egli und Hecht. Durch seine geringe Tiefe erwärmt sich der Murtensee im Sommer schnell, was das Fischen beeinflusst. Die Regelungen richten sich nach den kantonalen Vorschriften von Freiburg und Waadt.
Welcher See passt zu dir?
Die Wahl des richtigen Sees hängt von Deinem Zielfisch und Deinem Erfahrungslevel ab. Hier eine Orientierungshilfe.
Raubfischangler: Hecht, Zander und Egli
Wer es auf Raubfische abgesehen hat, sollte den Bielersee ins Auge fassen. Der grosse Weissfischbestand sorgt dort für prächtige Hecht-, Egli- und Zanderbestände. Auch der Sempachersee mit seinen 52 kg/ha Ertrag bietet hervorragendes Raubfischangeln, inklusive Wels und Zander.
Der Greifensee und der Sihlsee sind ebenfalls gute Adressen für Hechtfischer. Am Sihlsee solltest du das Entnahmefenster (55 bis 80 cm) beachten.
Felchenfischer
Felchen gehören zu den beliebtesten Zielfischen in der Schweiz. Am Bodensee gilt aktuell ein generelles Fangverbot für Felchen.
Daher lohnt sich der Vierwaldstättersee mit seinen zahlreichen Albeli - ein Klassiker für Felchenfans. Daneben werden laut Statistik neben dem Vierwaldstättersee im Sempacher- und Zürichsee schweizweit am meisten Felchen gefangen. Persönlich kann ich bestätigen, dass der Zürich Obersee nach wie vor ein tolles Felchengewässer ist. Mit einem Fang kann immer gerechnet werden.
Seeforelle: Die Königsdisziplin
Die Seeforelle gilt als anspruchsvollster Zielfisch. Am Bodensee kann sie über 1 Meter lang und über 20 kg schwer werden. Auch Walensee, Thunersee, Brienzersee und Vierwaldstättersee beherbergen erwähnenswerte Seeforellenbestände.
Nährstoffarme, tiefe Seen mit guter Wasserqualität bieten generell die besten Chancen. Geduld und Erfahrung sind bei der Seeforellenfischerei allerdings unerlässlich.
Anfänger und Familien
Für den Einstieg eignen sich Seen mit Freiangelrecht besonders gut. Du brauchst kein Patent und kannst sofort loslegen. Der Greifensee, der Zürichsee (Uferbereiche) und der Bodensee (Kantone SG und TG) sind hier ideale Anlaufstellen.
Der Sempachersee bietet ebenfalls einfaches Angeln vom Ufer ohne Patent und einen abwechslungsreichen Fischbestand. Was gibt es Schöneres, als den ersten Egli am Sempachersee zu fangen?
Fischen ohne Patent: Freiangelrecht in der Schweiz
An überraschend vielen Seen darfst Du ohne Patent fischen. In der Regel gelten dabei Einschränkungen: einfache Angel, Naturköder und Fischen nur vom Ufer. Hier eine Übersicht der verifizierten Gewässer mit Freiangelrecht.
Checke unseren Bericht zum Thema Freiangelrecht und wo es ausgebübt werden darf genauer an. Du findest darin jeden Kanton und seine Bestimmungen zum Freiangelrecht. Denn Freiangelrecht heisst nicht = Freiangelrecht.
Beachte: Die Regelungen können sich ändern. Prüfe vor jedem Angeltag die aktuelle Situation auf der Webseite des zuständigen Kantons.
Patentpreise im Vergleich: Was kostet Fischen in der Schweiz?
Die Kosten variieren je nach Kanton und Gewässer erheblich. Tagespatente gibt es bereits ab CHF 20.-, Jahrespatente reichen von CHF 110.- bis über CHF 500.-. Hier die wichtigsten Preise im Überblick.
Kanton Zürich (ab 1. Januar 2026): Das Seenpatent (Zürichsee, Obersee, Greifensee, Pfäffikersee) kostet CHF 160.- pro Jahr, Jugendliche zahlen CHF 60.-. Tagespatente für einen einzelnen See kosten CHF 30.-, Jugendliche CHF 12.- (Kanton Zürich, 2026).
Kanton Bern (Thunersee, Brienzersee, Bielersee): Einwohner zahlen CHF 300.- pro Jahr (CHF 250.- Patent plus CHF 50.- Hegebeitrag). Für Auswärtige sind es CHF 550.-. Ein Tagespatent kostet CHF 32.- (Kanton Bern, 2024).
Kanton Zug (Zugersee): Das Jahrespatent für Boot kostet Einwohner CHF 140.-, Auswärtige CHF 280.-. Das Tagespatent liegt bei CHF 20.- (Kanton Zug, 2024).
Kanton Luzern (Sempachersee): Einwohner zahlen CHF 125.- pro Jahr, Auswärtige 50.- Prozent mehr. Ein Tagespatent kostet CHF 25.- (LAWA, 2024).
Kanton Aargau (Hallwilersee): Jahreskarte CHF 150.-, Tageskarte CHF 20.-, Freiangelkarte CHF 50.- (Kanton Aargau, 2024).
Ein Tipp: Tagespatente nehmen schweizweit zu, während andere Patenttypen einen rückläufigen Trend zeigen (Fischereistatistik des Bundes, 2016). Wenn Du nur gelegentlich fischst, sind Tagespatente oft die bessere Wahl. Allerdings gibt Dir das Jahrespatent die Freiheit ans Wasser zu gehen, wann immer Du möchtest. Eine Freiheit, die ich sehr schätze. Denn oft kann ich nicht Tage am Wasser verbringen, aber Stunden.
Was Du sonst noch wissen musst
Brauchst Du einen SaNa-Ausweis?
Der Sachkundenachweis Fischerei (SaNa) ist seit dem 1. Januar 2009 Pflicht für alle Fischer, die ein Patent über 30 Tage lösen (anglerausbildung.ch, 2024). Für Tagespatente und Freiangelrecht ist er in den meisten Kantonen nicht erforderlich. Noch nicht. Immer mehr Kantone setzen dies aber voraus - wie der Kanton Schwyz oder Uri .
Der Kurs dauert mindestens 5 Stunden und kostet je nach Anbieter zwischen CHF 50.- und CHF 90.- für die Kursgebühr, CHF 39 für das Lehrmittel und CHF 36.- gehen ans Anglernetzwerk (anglerausbildung.ch, 2024). Du lernst den tierschutzgerechten Umgang mit Fischen, Artenkunde und die gesetzlichen Grundlagen.
Wenn Du in der Nähe von Zürich wohnst, kannst Du den SaNa-Kurs in Zürich, Uster oder Bülach besuchen. Alle Informationen rund um den Angelschein in der Schweiz und den SaNa-Ausweis findest Du in unserem ausführlichen Ratgeber.
Tipps für einen erfolgreichen Angeltag
Die richtige Vorbereitung entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Informiere Dich vorab über die kantonalen Gesetze, die von Gewässer zu Gewässer anders sind.
Fische in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend. Besonders Raubfische wie Hecht und Zander sind dann aktiver. Bei der Uferfischerei lohnt es sich, verschiedene Tiefen zu befischen und den Standort regelmässig zu wechseln.
Und ganz wichtig: Nimm Deinen Abfall mit. Die Schweizer Seen verdienen saubere Ufer.
Häufig gestellte Fragen
Welcher See in der Schweiz hat die meisten Fischarten?
Der Vierwaldstättersee und der Bodensee liegen mit jeweils rund 30 Fischarten an der Spitze. Der Bielersee kommt ebenfalls auf über 30 Arten. Der Neuenburgersee beheimatet sogar alle einheimischen Fischarten der Schweiz, was ihn zum artenreichsten Gewässer macht.
Kann ich in der Schweiz ohne Patent fischen?
Ja, an vielen Seen gilt Freiangelrecht. Dazu gehören unter anderem der Bodensee (Kantone SG und TG), Zürichsee, Greifensee, Vierwaldstättersee (Kanton LU), Sempachersee, Thunersee, Brienzersee, Bielersee und der Walensee. Es gelten jeweils Einschränkungen und Uferfischerei.
Was kostet ein Fischereipatent in der Schweiz?
Die Preise variieren stark je nach Kanton. Tagespatente gibt es bereits ab CHF 20.- (z.B. Zugersee oder Hallwilersee). Jahrespatente reichen von CHF 125.- (Sempachersee, Einwohner) bis CHF 550.- (Berner Seen, Auswärtige). Im Kanton Zürich kostet das Seenpatent ab 2026 CHF 160.- pro Jahr.
Welcher See eignet sich am besten für Anfänger?
Der Greifensee und der Sempachersee sind ideal für den Einstieg. Beide bieten Freiangelrecht vom Ufer, einen abwechslungsreichen Fischbestand und gut zugängliche Uferbereiche. Der Greifensee liegt nahe Zürich und hat rund 19 Fischarten. Der Sempachersee ist mit 52 kg/ha Ertrag besonders fischreich.
Brauche ich einen SaNa-Ausweis zum Fischen?
Der SaNa-Ausweis ist seit 2009 Pflicht für Patente über 30 Tage. Für Tagespatente und einfaches Angeln unter Freiangelrecht brauchst Du ihn in der Regel nicht. Der Kurs kostet insgesamt rund CHF 150.- und dauert mindestens 5 Stunden.
Fazit: Welcher See wird Dein nächstes Angelziel?
Die Schweiz bietet mit rund 1'500 Seen und 86 Fischarten eine enorme Vielfalt für Angler. Ob Du den Bodensee mit seinen 30 Fischarten und der legendären Seeforelle bevorzugst, den ertragreichen Sempachersee mit 52 kg/ha oder einen ruhigen Bergsee wie den Wägitalersee: Es gibt für jeden den passenden See.
Nutze das Freiangelrecht an vielen Gewässern für den Einstieg. Tagespatente ab CHF 20.- machen auch die übrigen Seen erschwinglich. Und vergiss nicht: Mit dem SaNa-Ausweis stehen Dir alle Gewässer offen.
Starte mit einem See aus dieser Liste, sammle Erfahrungen und arbeite Dich zu den anspruchsvolleren Gewässern vor. Wir wünschen Dir PETRI-HEIL und einen unvergesslichen Angeltag an einem der schönsten Seen der Schweiz.





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