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Fischzucht selber fischen Schweiz: 7 Angelteiche mit Preisen und Tipps

  • Autorenbild: Christoph Bachmann
    Christoph Bachmann
  • 20. Mai
  • 10 Min. Lesezeit

Fischen ohne Patent, ohne SaNa-Kurs, ohne monatelange Vorbereitung. Das geht in einer Fischzucht, einem Angelpark oder Angelteich. Du zahlst pro gefangenen Fisch, kannst ihn sofort zubereiten lassen oder mit nach Hause nehmen. Ideal für Einsteiger, Familien und alle, die einfach mal spüren möchten, wie es sich anfühlt, einen Fisch an der Rute zu haben.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Kein Fischereipatent und kein SaNa nötig für Fischzuchten mit Angelangebot (privates Gewässer)

  • Preis: typisch CHF 20.- bis 24.- pro kg gefangener Fisch

  • Wichtig: Catch-and-Release ist in der Schweiz verboten (Tierschutzgesetz) - gefangene Fische müssen sofort tierschutzgerecht getötet werden


Was ist der Unterschied: Fischzucht oder doch Angelteich?

Die zwei Begriffe werden oft durcheinandergebracht:


Fischzucht mit Angelangebot: Ein Betrieb, der Fische für den Verkauf aufzieht und daneben einen oder mehrere Teiche für das «Selbstfischen» anbietet. Du zahlst nach Gewicht des gefangenen Fischs. Kein Patent nötig.


Angelteich/Angelpark: Ein speziell für das Fischen angelegtes Gewässer, das nach Tages- oder Wochengebühr zugänglich ist. Artenvielfalt kann höher sein. Kundelfingerhof in Schlatt TG ist das bekannteste Beispiel in der Schweiz.


Der wichtigste gemeinsame Nenner: Du brauchst keinen SaNa. Überall gilt das Tierschutzgesetz mit dem Verbot von Catch-and-Release.


Was ist «selber fischen» in einer Fischzucht?

Fischzuchten und Angelparks sind private Gewässer, die in der Schweiz an dem die gleichen Gesetze wie den öffentlichen Gewässern gilt. Du bezahlst dem Betrieb direkt für Dein Angelvergnügen, meist nach Gewicht des gefangenen Fischs. Kein kantonales Patent erforderlich, keine SaNa-Prüfung, keine Schonzeiten.


Der Unterschied zum Fischen in öffentlichen Gewässern: In einer Fischzucht sind die Teiche bewirtschaftet und regelmässig besetzt, die Fische sind in der Regel leicht zu fangen. Für Kinder und Einsteiger ist das eine ideale Einstiegserfahrung.


Was gilt rechtlich in einer Fischzucht?

Auch wenn kein Patent nötig ist, gilt das Tierschutzgesetz. In der Schweiz ist Catch-and-Release in privaten Fischzuchten verboten. Das Tierschutzgesetz (TSchG) und die Tierschutzverordnung (TSchV) schreiben vor, dass Fische nach dem Fang sofort tierschutzgerecht zu töten sind. Das bedeutet in der Praxis: Was Du fängst, nimmst Du mit oder lässt es auf der Anlage zubereiten.


Die meisten Betriebe stellen Dir ein Schlagholz zur Verfügung und erklären Dir kurz, wie Du den Fisch betäubst und tötest. Das ist einfacher als es klingt und gehört zum Handwerk dazu.


7 Angelanlagen in der Schweiz

1. Fischergut Rheinsulz (Aargau)

Das Fischergut Rheinsulz gehört zu den bekanntesten Angelanlagen im Kanton Aargau: Mit über 400 Google-Bewertungen mit 4.5 Sternen sprechen für sich. Neben dem Angeln gibt es ein Restaurant, in dem Du deinen Fang direkt zubereiten lassen kannst.


Fischarten: Regenbogenforelle, Lachsforelle, Karpfen


Preise:

  • Regenbogen- und Lachsforelle: CHF 23.-/kg

  • Karpfen: CHF 20.-/kg

  • Rutenmiete: CHF 5.-

  • Zubereitung auf der Anlage: CHF 19.- pro Fisch (inkl. Beilagen)

  • Filetieren: CHF 2.50 pro Fisch


Regeln: Widerhaken verboten, Mindestalter 9 Jahre (mit Erwachsenen), kein Patent nötig.


Öffnungszeiten: Mi-So 9:00-17:00, Restaurant bis 20:00


Adresse: Hauptstrasse 4, 5084 Rheinsulz | Tel. 062 874 12 12


Website: fischergut.ch


2. Angelpark Kundelfingerhof (Thurgau)

Der Kundelfingerhof in Schlatt TG bietet eine aussergewöhnliche Artenvielfalt: Von der Forelle über den Zander bis zu Hecht und Schleie ist hier fast alles zu haben. Der Park richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an fortgeschrittenere Fischer. Wichtig: eine sog. Angelkarte ist im Voraus über die Website zu beziehen. Vor Ort wird nichts verkauft. Spontan kann neu auch über das HeyApp für ChF 17.- pro Tag eine Lizenz gelöst werden. Alternativ kann auch eine Jahreskarte CHF 130.- mit Begleitperson nochmals CHF 90.-.


Fischarten: Regenbogenforelle, Saibling, Bachforelle, Karpfen, Schleie, Hecht, Egli, Zander


Preise (mit SaNa-Ausweis):

  • Tagesgebühr: CHF 14.-

  • Regenbogenforelle: CHF 19.-/kg

  • Saibling / Bachforelle: CHF 23.-/kg

  • Karpfen / Schleie / Felchen: CHF 14.-/kg

  • Hecht / Egli: CHF 27.-/kg

  • Zander: CHF 47.-/kg

  • Jahreskarte: CHF 130.- + CHF 90.- für Begleitkarte


Regeln: Mindestalter für eigene Rute: 8 Jahre, ab 10 Jahre darf ohne Erwachsene Person geangelt werden; alle gefangenen Fische sind zu kaufen; 24h-Fischerei für Patentinhaber möglich


Adresse: Kundelfingerhof 1, 8252 Schlatt TG | Tel. +41 52 646 06 06



3. Fischerparadies Willisau (Luzern)

Ein Familienbetrieb in der Luzerner Landschaft mit Quellwasser aus dem Napf-Gebiet. Der Betrieb zieht Forellen ohne Antibiotika auf. Neben dem Angelpark gibt es ein Fischerstübli und frischen Fisch ab Zucht.


Fischarten: Regenbogenforelle, Bachforelle, Saibling


Preise: ca. CHF 24/kg


Website: fischerparadies-willisau.ch | Tel. 041 970 12 85


4. Forellenzucht Kräiligen (Kanton Bern)

Mit 160 Google-Bewertungen und 4.2 Sternen ist die Forellenzucht Kräiligen (Betreiber: Familie Hostettler) eine der bekanntesten Anlagen im Berner Mittelland. Neben dem Selbstfischen gibt es Fischverkauf und ein Restaurant.


Gut zu wissen: Es dürfen pro Besuch und Person nicht mehr als 6 Fische entnommen werden.


Betrieb: Beat, Vreni und Ueli Hostettler


Preise: Das Eintrittsgeld von CHF 35.- muss Bar bezahlt werden.


Angebot: Selbstfischerei, Fischverkauf vor Ort, Restaurant


Website: forellenzucht-kraeiligen.ch | Tel. 032 665 24 24


5. La Gruyère, Neirivue (Kanton Freiburg)

Die einzige empfehlenswerte Anlage in der Westschweiz und im Kanton Freiburg. Die Fischzucht "La Gruyère" liegt im Intyamon-Tal. Wer also in der Region Bern-Freiburg unterwegs ist, findet hier eine schöne Alternative. Vor Ort hat es eine schöne Grillstelle und die Möglichkeit zu Picknicken.


Fischarten: Regenbogenforelle


Preise: CHF 24.-/kg (ausgenommen)


Angebot: Selbstfischerei, Fischverkauf vor Ort, Restaurant


Website: Informationen via fribourg.ch Inspiration


Preisvergleich: Was kostet selber fischen?

Anlage | Preis Forelle | Preis Saibling | Einsteiger


Fischergut Rheinsulz | CHF 23.-/kg | Rutenmiete CHF 5.-


Kundelfingerhof | CHF 19.-/kg | CHF 23.-/kg | Einsteigerkurs vorhanden CHF 35.-


Fischerparadies Willisau | ca. CHF 24.-/kg | Rutenmiete möglich


Forellenzucht Kräiligen | auf Anfrage | auf Anfrage


Gruyère Fischfarm | CHF 24.-/kg | keine | Rutenmiete CHF 5.-


Typischer Marktpreis in Schweizer Angelanlagen: CHF 20.- bis 24.- pro kg, je nach Art und Anlage. Eine durchschnittliche Regenbogenforelle wiegt 300-500 Gramm, also kommst Du auf ca. CHF 6.- bis 10.- pro Fisch.


Inbegriffen ist meist: Zugang zur Anlage, Köder (oft Corn oder Maden), Haken. Anglegerät (Rute, Rolle) meist gegen geringe Miete inklusive.


Ausrüstung in der Fischzucht: Was brauchst Du wirklich?

Die meisten Anlagen stellen Dir Rute, Rolle, Haken und Köder zur Verfügung oder vermieten sie gegen eine geringe Gebühr. Technisch gesehen brauchst Du also nichts mitbringen. Wenn Du aber eigene Ausrüstung mitbringen möchtest:


Rute: Eine einfache Forellen-Rute mit 1.8-2.4 Meter Länge und einem Wurfgewicht bis 15 Gramm ist ideal. In Fischzuchten geht es nicht ums Werfen, sondern ums Präsentieren des Köders am Teichufer.


Rolle: Eine einfache Spinrolle in der Grösse 2000 ist absolut ausreichend. Ob Monofile oder geflochtene Schnur spielt in dem Falle keine grosse Rolle. Achte darauf, dass sie nicht beschädigt ist.


Ausrüstung zum fachgerechten Töten der Fische: Auch hier halten es die Anlagen unterschiedlich. Jedenfalls brauchst Du zwingend: Fischtöter zum betäuben, ein Messer sowie ein Kescher. Am besten fragst Du kurz im Voraus nach.


Köder: Corn (Maiskörner) und Maden sind Klassiker und werden von fast allen Anlagen bereitgestellt. Lachseier, Bienenmaden und kleine Spinner können ebenfalls funktionieren, sind aber nicht überall erlaubt. Widerhaken sind auf den meisten Anlagen verboten, daher brauchst Du Barbless Hooks (Haken ohne Widerhaken).


Kleidung: Gummistiefel oder wetterfeste Schuhe, da der Teichrand oft nass ist. Eine Sonnenbrille polarisiert die Wasseroberfläche und macht es leichter, Fische zu lokalisieren.


Was Du nicht brauchst: Teures Spinn-Equipment, komplexe Montagen oder besondere Angelkenntnisse. In einer Fischzucht beissen die Fische verlässlicher als in freier Wildbahn, da die Teiche regelmässig besetzt werden.


Den Fisch ausnehmen: Schritt für Schritt

In einer Fischzucht kannst Du Deinen Fang entweder auf der Anlage zubereiten lassen oder ihn selbst ausnehmen. Letzteres ist einfacher als es klingt:


1. Betäuben und töten: Greife den Fisch fest, nimm das bereitliegende Fischtöter (Schlagholz) und gib einen gezielten, kräftigen Schlag auf den Schädel direkt hinter den Augen. Der Fisch ist sofort betäubt. Dann folgt der Kiemenschnitt und das Ausbluten. Mit einem Schnitt durchtrennst Du die Kehle. Das ist tierschutzkonform und bedeutet den sofortigen Tod des Fisches. Das Personal auf der Anlage zeigt das jedem gerne kurz.


2. Ausnehmen: Lege den Fisch auf eine saubere Fläche. Schneide vom After zum Kiemenansatz auf. Entferne die Eingeweide mit zwei Fingern. Spüle die Bauchhöhle kurz aus. Ebenfalls dazu gehört auch die schwarze Niere, die entlang der Wirbelsäure liegt. Am besten kannst Du sie mit einem Fingernagel oder Löffel herauslösen. Fertig. Eine durchschnittliche Forelle ist in 3-5 Minuten ausgenommen.


3. Transport: Ausgenommene Forellen halten sich 2-3 Tage im Kühlschrank. Für längere Lagerung: Vakuumieren oder einfrieren. Frische Forellen lassen sich hervorragend einfrieren und bis zu 6 Monate lagern.


Auf der Anlage zubereiten lassen: Viele Anlagen (z.B. Fischergut Rheinsulz) bieten an, Deinen Fang direkt zu grillen oder zu braten, inkl. Beilagen für ca. CHF 15-20 pro Fisch. Das ist bequem und gibt Dir das volle Erlebnis, ohne zu Hause kochen zu müssen.


Tipps für den ersten Besuch

Richtige Jahreszeit

Fischzuchten sind meist ganzjährig geöffnet. Forellen sind Kaltwasserfische und am aktivsten bei Wassertemperaturen zwischen 8 und 16 Grad, also im Frühling und Herbst. Im Hochsommer können die Fische träger sein. Winterfischerei ist möglich, sofern die Anlage geöffnet ist.


Mit Kindern: Was beachten?

Die meisten Anlagen eignen sich gut für Kinder. Mindestalter liegt meist bei 8-9 Jahren, jüngere Kinder können in Begleitung eines Erwachsenen und unter Aufsicht mitmachen. Der Einsteigerkurs (wo angeboten) ist für Kinder und Ungeübte die einfachste Variante: Ausrüstung und Köder sind inklusive, ein Betreuer erklärt den Ablauf.


Tipp: Vor dem Besuch dem Kind erklären, dass der Fisch am Ende getötet werden muss. Das überrascht manche Kinder - eine ehrliche Vorbereitung ist besser als eine Überraschung vor Ort.


Den Fisch mit nach Hause nehmen

Frisch gefangene Forellen halten sich 2-3 Tage im Kühlschrank (ausgenommen). Lass den Fisch direkt auf der Anlage ausnehmen (Service meist gegen geringe Gebühr erhältlich) oder mache es selbst mit einem scharfen Messer. Zu Hause: mit Salz, Pfeffer und Zitrone in der Bratpfanne, alternativ auf dem Grill. Einfacher, frischer und besser als jedes Restaurant.


Selbst angeln vs. zubereiten lassen

Viele Anlagen (z.B. Fischergut Rheinsulz) bieten an, deinen Fang direkt auf der Anlage zuzubereiten. Das lohnt sich für Gruppen oder wenn Du keinen Aufwand zu Hause willst. Preis dafür: ca. CHF 15-20 pro Fisch (Zubereitung inklusive Beilagen).


Rechtliches: Was gilt in einer Fischzucht?


Drei wichtige Punkte:

1. Kein kantonales Patent nötig: Fischzuchten mit Angelangebot sind private Gewässer. Du brauchst kein SaNa, kein kantonales Patent, keine Bewilligung.


2. Catch-and-Release verboten: Das Tierschutzgesetz der Schweiz (TSchG Art. 26, TSchV Art. 97) verbietet das Zurücksetzen von Fischen nach dem Fang. Wer einen Fisch fängt, muss ihn tierschutzgerecht töten. In der Praxis der Fischzucht bedeutet das: Fisch fangen, töten, kaufen.


3. Tierschutzgerechtes Töten: Den Fisch sofort nach dem Fang mit einem gezielten Schlag auf den Kopf betäuben (Schlagholz liegt meist auf der Anlage bereit) und dann den Kiemenschnitt durchführen.


Die häufigsten Anfängerfehler in der Fischzucht

Falscher Haken: Viele Anfänger kommen mit Haken mit Widerhaken. Die meisten Anlagen verbieten diese ausdrücklich. Immer vorher fragen, welche Haken erlaubt sind.


Zu schnell einholen: Wenn Du einen Biss spürst, ist der Reflex oft ein ruckartiges Einholen. In der Fischzucht besser: ruhig einholen, den Fisch austoben lassen und erst am Ufer keschern.


Falscher Köder: Würmer und Maden funktionieren am verlässlichsten. Exotische Köder können wirken, werden aber meistens nicht erlaubt. Einfach vor Ort fragen, was gerade am besten läuft.


Den Fang vergessen zu melden: In einer Fischzucht zahlst Du nach Gewicht. Vergiss nicht, jeden Fisch am Ende des Angelausfluges an der Waage zu vorzuzeigen. Es gibt keine «gratis» Rücksetzer, weil Catch-and-Release in der Schweiz verboten ist.


Unpünktlicher Besuch: Viele Anlagen schliessen die Registrierung zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. Fischergut Rheinsulz: 17:00 Uhr). Wenn Du nach diesem Zeitpunkt ankommst, kannst Du an dem Tag nicht mehr fischen. Immer vorher die Öffnungszeiten prüfen.


Von der Fischzucht zum richtigen Angeln

Der Angelpark ist der ideale Einstieg. Wer Blut geleckt hat und in öffentlichen Seen und Flüssen fischen möchte, braucht zwei Dinge:


Schritt 1: SaNa-Kurs. Der Sachkundenachweis Fischerei (SaNa) ist in den meisten Kantonen Pflicht für ein Jahrespatent. Der Kurs dauert 5-8 Stunden und vermittelt Fischkunde, Tierschutz und Fischereirecht. Angelpunkt bietet regelmässige Kurse in der Region Zürich an, für die Du Dich direkt für den SaNa-Kurs in Zürich anmelden kannst.


Schritt 2: Fischereipatent. Nach dem SaNa kaufst Du ein kantonales Patent. Im Kanton Zürich beispielsweise kostet das Seenpatent (Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee) CHF 160 pro Jahr. Alle Details zum Fischereipatent Zürich 2026 findest Du in unserem aktuellen Guide.


Gruppenausflüge und Teamevents in der Fischzucht

Fischzuchten eignen sich gut für Gruppenausflüge, Teambuilding-Events und Betriebsausflüge. Die meisten Anlagen können Gruppen von 10-30 Personen aufnehmen, wenn Du im Voraus reservierst.


Was eine Gruppenanfrage enthalten sollte:

  • Gewünschtes Datum und Uhrzeit

  • Anzahl Personen und Altersverteilung

  • Ob Zubereitung auf der Anlage gewünscht wird

  • Ob Ausrüstung gestellt werden soll


Kosten für Gruppen: In der Regel gelten die Standardpreise pro kg gefangener Fisch, zuzüglich Rutenmiete. Für grosse Gruppen (über 20 Personen) lohnt es sich, direkt bei der Anlage nach Pauschalangeboten zu fragen.


Tipp: Das Fischergut Rheinsulz bietet mit seinem Restaurant eine ideale Kombination: Fischen am Nachmittag, anschliessend Essen auf der Anlage. Für Firmenanlässe ist das eine unkomplizierte Lösung ohne viel Organisationsaufwand.


Freiangelrecht als Alternative

Wer nicht gleich ein Patent kaufen möchte, kann in vielen Schweizer Seen das kostenlose Freiangelrecht nutzen. Am Sempachersee, Zürichsee, Greifensee und anderen Gewässern darf jede Person mit einer Rute, einem Haken ohne Widerhaken und Naturköder fischen. Eine Übersicht der bekanntesten Seen mit Freiangelrecht: Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee und Türlersee im Kanton Zürich, sowie Bielersee, Brienzersee und Thunersee in Kanton Bern. Wie das konkret am Sempachersee fischen funktioniert, erklären wir in einem eigenen Guide.


Die Forelle zu Hause zubereiten: Drei einfache Rezepte

Du hast Deinen Fisch nach Hause gebracht, er ist ausgenommen und liegt im Kühlschrank. Was jetzt?


1. Gebratene Forelle klassisch (15 Minuten)

Zutaten: 1 Forelle (ca. 400 g), Salz, Pfeffer, Zitrone, Butter oder Olivenöl, etwas Mehl.


Zubereitung: Forelle von innen und aussen salzen und pfeffern, im Mehl wenden, in heisser Butter bei mittlerer Hitze je 5-7 Minuten pro Seite braten bis die Haut goldbraun und knusprig ist. Zitrone darüber pressen, servieren. Beilage: Kartoffeln, Salat oder einfach Baguette.


2. Forelle auf dem Grill (20 Minuten)

Forelle mit Olivenöl einreiben, Salz, Pfeffer, Rosmarin und Knoblauch in den Bauch. Auf direkter Hitze bei geschlossenem Deckel je 8-10 Minuten pro Seite. Wenig anfassen, die Haut löst sich von selbst wenn sie gar ist.


3. Forelle pochiert (für empfindlichere Variante)

In leicht gesalzenem Wasser mit Lorbeerblatt und Pfefferkörnern bei 80-90 Grad 10-15 Minuten ziehen lassen (nicht kochen). Sehr zartes, saftiges Fleisch. Dazu Meerrettich-Dip oder Joghurt-Kräutersauce.


Haltbarkeit: Ausgenommene Forelle hält sich 2-3 Tage im Kühlschrank. Zum Einfrieren: vakuumverpackt bis 6 Monate.


Häufige Fragen zum Fischzucht-Angeln


Brauche ich ein Patent für eine Fischzucht?

Nein. Fischzuchten sind private Gewässer. Kein kantonales Patent, kein SaNa-Ausweis nötig.


Kann ich in der Fischzucht Catch-and-Release praktizieren?

Nein. In der Schweiz ist Catch-and-Release gesetzlich verboten (Tierschutzgesetz). Gefangene Fische müssen sofort tierschutzgerecht getötet werden.


Was kostet selber fischen in einer Fischzucht?

Typisch CHF 20-30 pro kg. Eine normale Regenbogenforelle (300-500 g) kostet dich damit ca. CHF 6-10.


Ab welchem Alter können Kinder mitmachen?

Je nach Anlage ab 8-9 Jahren. Jüngere Kinder können unter Aufsicht eines Erwachsenen mitmachen.


Muss ich den Fisch in der Fischzucht sofort töten?

Ja, jeder gefangene Fisch muss sofort tierschutzgerecht getötet werden. Wenn Du nicht weisst wie es geht, frage am besten im Voraus beim Personal nach, wie Du den Fisch mit dem Schlagholz betäubst und tötest.


Kann ich in einer Fischzucht den Fisch selbst mitnehmen oder muss ich ihn auf der Anlage essen?

Du hast meistens die Wahl. Du kannst den Fisch ausgenommen mit nach Hause nehmen oder ihn auf vielen Anlagen direkt vor Ort zubereiten lassen. Das Ausnehmen erledigt das Personal oft gegen eine Gebühr (ca. CHF 2-3 pro Fisch).


Was kostet der Einsteigerkurs beim Kundelfingerhof?

Der Einsteigerkurs beim Kundelfingerhof in Schlatt TG kostet CHF 35 pro Person und ist inklusive Ausrüstung, Köder und persönlicher Betreuung. Ideal für Kinder und Erwachsene ohne Angelerfahrung.


Gibt es Fischzuchten mit Angelangebot in der Ostschweiz?

Ja. Neben den beschriebenen Anlagen gibt es in der Ostschweiz und im Mittelland weitere Forellenzuchten mit Angelangebot. Der Kundelfingerhof im Thurgau ist die bekannteste.


Fazit

Fischzuchten mit Angelangebot sind ein unkompliziertester Weg ins Angeln: keine Bürokratie, kein Kurs, kein Patent. Einfach hinfahren, fischen, essen. Das Fischergut Rheinsulz mit Gastro, der Kundelfingerhof mit riesiger Artenvielfalt und die kleinen, persönlichen Anlagen wie Ennetmoos bieten für jeden Anspruch das Richtige. Und wenn Du dann Lust auf mehr bekommst und in Schweizer Seen unterwegs sein möchtest, ist der SaNa-Kurs der natürliche nächste Schritt.


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