top of page

Fischen am Zugersee: Egli, Hecht und Zander vor den Alpen

  • Autorenbild: Christoph Bachmann
    Christoph Bachmann
  • 25. März
  • 9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. März

Der Zugersee ist der 10. grösste See der Schweiz und beherbergt 28 nachgewiesene Fischarten (Eawag Projet Lac, 2017). Wer hier die Rute auswirft, fischt in einem Gewässer mit über 1'000 Jahren dokumentierter Fischerei-Geschichte. Schon 858 n. Chr. schenkte König Ludwig der Deutsche seiner Tochter die Fischereirechte am See (Zuger Rötel).


Doch der Zugersee hat auch Schattenseiten. Er gilt als nährstoffreichster See der Schweiz (Kanton Zug), und seit November 2025 besteht ein Verkaufsverbot für Hecht und Egli wegen erhöhter PFAS-Werte. Dieser Guide erklärt Dir alles, was Du vor Deinem ersten Angeltag am Zugersee wissen musst: Regeln, Kosten, Fischarten und die besten Stellen. Der Zugersee gehört zu den besten Seen zum Fischen in der Schweiz, verlangt aber von Anglern etwas mehr Hintergrundwissen als andere Gewässer.


«Der Zugersee bietet mit 28 Fischarten vielfältiges Angeln, darunter den einzigartigen Zuger Rötel. Seit November 2025 gilt ein PFAS-bedingtes Verkaufsverbot für Hecht und Egli (Kanton Zug, 2025). Jahrespatente kosten ab CHF 60.- (Ufer) bzw. CHF 140.- (Boot) für Einheimische. SaNa-Ausweis ist Pflicht.»

Der Zugersee: Geografie und Besonderheiten

Mit einer Fläche von 38.41 km² und einer maximalen Tiefe von 198 m ist der Zugersee ein beachtliches Gewässer (Schweizersee). Er erstreckt sich über rund 14 km in Nord-Süd-Richtung und wird von drei Kantonen geteilt: Zug, Schwyz und Luzern.


Obersee und Untersee

Die Halbinsel Chiemen teilt den See in zwei markante Becken. Im Süden liegt der bergumrahmte Obersee mit der tiefsten Stelle bei Walchwil. Im Norden breitet sich der flachere Untersee aus. An der engsten Stelle misst der See nur etwa 1 km (Schweizersee).


Diese Zweiteilung hat direkte Konsequenzen fürs Fischen. Der tiefe Obersee beherbergt kältere Wasserschichten, in denen sich Saiblinge und Felchen wohlfühlen. Der flachere Untersee erwärmt sich im Sommer schneller und bietet bessere Bedingungen für Raubfische wie Hecht und Egli.


Drei Kantone, ein See

Der grösste Anteil des Sees gehört dem Kanton Zug mit 24.32 km², also rund zwei Dritteln der Seefläche. Der Kanton Schwyz besitzt 11.67 km², der Kanton Luzern 2.42 km². Acht Gemeinden liegen direkt am Ufer: Zug, Cham, Hünenberg, Risch und Walchwil im Kanton Zug, Arth und Küssnacht am Rigi im Kanton Schwyz sowie Meierskappel im Kanton Luzern.


Für Anglerinnen und Angler ist diese Aufteilung relevant. Je nach Standort gelten unterschiedliche kantonale Regelungen. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Vorschriften des Kantons Zug, der die meisten Uferstrecken und den grössten Seeanteil abdeckt.


Die Lorze als Lebensader

Der Hauptzufluss des Zugersees ist die Lorze. Sie fliesst vom Ägerisee her, mündet westlich von Zug in den See und verlässt ihn bei Cham (Schweizersee). Die Lorze ist von grosser Wichtigkeit für die Zuger Seeforellen, weil sie dort aufsteigen und ihre Laichgründe erreichen können (Petri-Heil). Wer am Vierwaldstättersee fischt, kennt ähnliche Situationen mit wichtigen Zuflüssen.


Welche Fischarten leben im Zugersee?

Das Eawag Projet Lac hat 28 Fischarten im Zugersee nachgewiesen, davon 23 einheimische Arten und 5 Neozoen (Eawag Projet Lac, 2017). Zu den wichtigsten Speisefischen gehören Felchen und der Zuger Rötel, eine autochthone Lokalpopulation des Seesaiblings.


Der Zuger Rötel: Lebende Legende aus dem Mittelalter

Der Zuger Rötel ist weit mehr als ein gewöhnlicher Saibling. Er kommt nur noch im Zugersee und im Ägerisee vor und wurde erstmals 1264 in den "Acta Murensia" urkundlich erwähnt (Zuger Rötel). Um 1900 machte er mit 100'000 bis 120'000 gefangenen Fischen pro Jahr rund 85 % des gesamten Fischfangs im See aus. Heute liegt der Jahresfang bei nur noch etwa 2'000 kg.


Was ist passiert? Die natürliche Fortpflanzung des Zuger Rötels funktioniert seit Jahren nicht mehr. Die Arterhaltung hängt vollständig von der künstlichen Aufzucht ab. In der Fischbrutanstalt Walchwil werden jährlich rund 11 Millionen Eier ausgebrütet (Zuger Rötel). Trotzdem überleben nur etwa 5 % von 100'000 ausgesetzten Jungfischen.


Der Zuger Rötel wird 20 bis 40 cm gross, kann aber bis zu 75 cm erreichen. Seine Saison dauert von November bis Januar. Auf der Roten Liste ist er als gefährdet eingestuft, und 2012 wurde er vom Schweizerischen Fischereiverband zum Fisch des Jahres gewählt.


Die erste Brutanstalt wurde bereits 1883 in Zug eröffnet. 1999 erfolgte die Verlegung nach Walchwil, wo der Betrieb bis heute läuft. Ohne diese Bemühungen wäre der Rötel vermutlich längst verschwunden, ähnlich wie die Nase und das Zuger Albeli, die laut Eawag wahrscheinlich bereits ausgestorben sind.


Egli, Hecht und Zander

Der Zugersee ist ein gutes Revier für Raubfischangler. Egli (Flussbarsch) gehören zu den häufigsten Fängen, und wer Erfahrung mit Egli-Fischen mitbringt, wird sich schnell zurechtfinden. Die Barsche stehen gerne unter Kursschiff-Anlegestellen und in Hafenbereichen.


Hechte sind ebenfalls gut vertreten, besonders im Bereich des Bootshafens von Zug. Das Mindestmass liegt bei 50 cm mit einer Schonzeit vom 1. März bis 30. April. Hechte können im Zugersee beachtliche Grössen erreichen, besonders in den strukturreichen Uferbereichen.


Zander kommen im Zugersee ebenfalls vor. Wer sich vertieft mit dieser Art beschäftigen will, findet demnächst weiterführende Tipps zu Technik und Ködern in unserem Guide zum Zander-Fischen in der Schweiz.


Felchen und Seeforelle

Felchen zählen neben dem Rötel zu den wichtigsten Speisefischen im Zugersee. Das Mindestmass liegt bei 28 cm, die Schonzeit dauert vom 15. November bis 31. Januar. Erfreulich: Felchen sind laut den PFAS-Untersuchungen des Kantons Zug nicht von Grenzwertüberschreitungen betroffen (Kanton Zug, 2025).


Seeforellen profitieren von der Lorze als Laichgewässer. Ihr Mindestmass beträgt 40 cm, und die Schonzeit gilt vom 1. Oktober bis 25. Dezember. Seeforellen sind Einzelgänger und werden meistens beim Schleppfischen gefangen.


Ganzjährig geschützte Arten

Einige Arten darfst Du im Zugersee grundsätzlich nicht fangen. Ganzjährig geschützt sind: Aal, Neunauge, Bitterling, Nase, Goldorfe, Bartgrundel und alle Krebsarten (Kanton Zug). Wenn Du einen dieser Fische an den Haken bekommst, musst Du ihn sofort und schonend zurücksetzen.


Wie gefährlich ist die PFAS-Belastung für Angler?

Seit November 2025 gilt ein Verkaufsverbot für Hecht und Egli aus dem Zugersee, weil diese Arten die Bundes-PFAS-Höchstwerte überschreiten (Kanton Zug, 2025). Das Verbot betrifft sowohl den Verkauf als auch die unentgeltliche Abgabe als Lebensmittel.


Was genau ist betroffen?

Die PFAS-Grenzwertüberschreitungen betreffen ausschliesslich Hecht und Egli aus dem Zugersee. Nicht betroffen sind Felchen aus dem Zugersee, Fische aus dem Ägerisee und Fische aus Aquakultur. Das Verbot gilt für Berufs- und Angelfischer gleichermassen. Die Nachbarkantone Schwyz und Luzern wurden informiert.


Darf ich meinen Fang noch essen?

Eigenkonsum bleibt weiterhin erlaubt. Der Kanton Zug empfiehlt allerdings Zurückhaltung beim Verzehr von Hecht und Egli aus dem Zugersee (Kanton Zug, 2025). Das bedeutet konkret: Du darfst Deine gefangenen Hechte und Egli selber essen, solltest aber nicht mehrmals pro Woche zugreifen.


Wer auf Nummer sicher gehen will, konzentriert sich auf Felchenangeln. Felchen halten die Grenzwerte ein und bieten kulinarisch hervorragende Qualität. Oder Du weichst auf Gewässer ohne PFAS-Problematik aus, etwa den Zürichsee.


Welche Regeln gelten beim Fischen am Zugersee?

Die Fischerei am Zugersee wird durch das Konkordat über die Fischerei im Zugersee von 1970 und das kantonale Fischereigesetz (BGS 933.21) geregelt (Kanton Zug). Das Fischereijahr läuft jeweils vom 1. November bis zum 31. Oktober (Kanton Zug).


Schonzeiten und Mindestmasse

Jeder Angler am Zugersee muss die Schonzeiten und Mindestmasse kennen. Hier die wichtigsten Arten im Überblick:


Hecht: Mindestmass 50 cm, Schonzeit 1. März bis 30. April.


Egli/Barsch: Mindestmass 15 cm, keine Schonzeit.


Felchen: Mindestmass 28 cm, Schonzeit 15. November bis 31. Januar.


Bachforelle (See): Mindestmass 40 cm, Schonzeit 1. Oktober bis 25. Dezember.


Seeforelle (See): Mindestmass 40 cm, Schonzeit 1. Oktober bis 25. Dezember.


Seesaibling/Rötel: Mindestmass 22 cm, Schonzeit 15. Oktober bis 15. Januar.


Äsche: Mindestmass 30 cm, Schonzeit 1. Februar bis 30. April.


Alle Angaben stammen von der offiziellen Webseite des Kantons Zug.


Gibt es Freiangelrecht am Zugersee?

Ja, am Zugersee gilt das Freiangelrecht. Du darfst vom Ufer aus mit einer Angelrute, einem einzelnen Haken mit Schwimmer und natürlichem Köder fischen (Kanton Zug). Verboten sind beim Freiangelrecht: lebende Köderfische, Blinker, Spinner und ähnliche Kunstköder.


Wichtig: Auch fürs Freiangelrecht brauchst Du einen gültigen SaNa-Ausweis plus eine Freiangelkarte. Ganz ohne Papiere geht es also nicht. In unserem Artikel zum Freiangelrecht in der Schweiz findest du eine Übersicht, welche Kantone dieses Recht anbieten.


Warum ist der SaNa-Ausweis Pflicht?

Der Sachkundenachweis Fischerei (SaNa) ist am Zugersee für alle Fischer Pflicht, auch beim Freiangelrecht. Ohne SaNa-Ausweis darfst Du kein Patent lösen und auch keine Freiangelkarte beantragen. Der Kurs vermittelt die Grundlagen zu tierschutzgerechtem Fischen, Artenkunde und Gewässerökologie.


Falls Du den SaNa-Ausweis noch nicht besitzt, kannst Du ihn in einem Tageskurs erwerben. Kurse werden regelmässig in der ganzen Schweiz angeboten, zum Beispiel im SaNa-Kurs in Zürich.


Boot- und Schleppfischerei

Wer vom Boot aus fischt, darf maximal 10 Anbissstellen pro Boot verwenden. Jeder Köder zählt dabei als eine Anbissstelle (Zuger Zeitung). Beim Schleppfischen solltest Du diese Limite im Kopf behalten, besonders wenn Du mit mehreren Ruten arbeitest.


Für die Bootsfischerei brauchst Du ein entsprechendes Bootspatent. Die Preise sind moderat: Ein Tagespatent für das Boot kostet CHF 20.-, unabhängig davon, ob Du einheimisch bist oder nicht.


Fangstatistik: Wann und wie melden?

Patentinhaber sind verpflichtet, ihre Fangstatistik bis zum 30. November des Fischereijahres einzureichen (Kanton Zug). Die Meldung erfolgt bequem über die App «Fishven Zug» oder ein Online-Formular. Tagespatent-Inhaber sind von der Statistikpflicht befreit. Vergiss die Meldung nicht: Bei Versäumnis riskierst Du Probleme bei der nächsten Patent-Erneuerung.


Was kostet ein Fischereipatent am Zugersee?

Ein Jahrespatent für die Uferfischerei kostet einheimische Angler CHF 60.-, Auswärtige bezahlen CHF 120.- (Kanton Zug). Damit gehört der Zugersee zu den günstigeren Optionen in der Zentralschweiz.


Hier die vollständige Preisübersicht:


Boot-Jahrespatent: CHF 140.- (Einheimische) / CHF 280.- (Auswärtige)


Boot-Monatspatent: CHF 50.- (Einheimische) / CHF 100.- (Auswärtige)


Boot-Zweiwochenpatent: CHF 40.- (für alle)


Boot-Tagespatent: CHF 20.- (für alle)


Ufer-Jahrespatent: CHF 60.- (Einheimische) / CHF 120.- (Auswärtige)


Jugendpatent (8 bis 16 Jahre): CHF 40.- (nur Einheimische)


Alle Preise gemäss der offiziellen Webseite des Kantons Zug. Besonders attraktiv: Das Boot-Tagespatent und das Zweiwochenpatent kosten für alle gleich viel. Wer aus einem anderen Kanton anreist und den Zugersee erst kennenlernen will, fährt mit einem Tagespatent am besten.


Wo sind die besten Angelstellen am Zugersee?

Der Hafen Zug ist eine der bekanntesten Stellen für Raubfischangler. Hechte stehen besonders gerne am Eingang des Bootshafens, und auch Egli lassen sich hier regelmässig fangen (Swiss Tackle).


Hafen Zug

Der Bootshafen bietet Struktur, Schatten und Futterfische, also ideale Bedingungen für Hechte. Wirf Deine Kunstköder entlang der Hafenmauern und Stege aus. Besonders in den Morgen- und Abendstunden sind die Chancen gut. Die Stelle ist vom Ufer aus erreichbar und eignet sich auch für Einsteiger.


Kursschiff-Anlegestellen

An den verschiedenen Schiffsanlegestellen rund um den See lohnt sich ein Versuch. Egli stehen gerne unter den Kursschiffen und nutzen den Schatten der Schiffsrümpfe als Unterstand (Swiss Tackle). Kleine Gummifische oder Dropshot-Rigs funktionieren hier besonders gut.


Mit dem Belly-Boot Richtung Cham

Wer ein Belly-Boot besitzt, findet exzellente Bedingungen im Zuger Seeteil Richtung Cham (Swiss Tackle). Der flachere Untersee in diesem Bereich bietet abwechslungsreiche Uferstrukturen und gute Raubfischbestände. Beachte, dass Du fürs Belly-Boot ein Bootspatent benötigst.


Allgemeine Tipps zur Stellenwahl

Die Wassertiefe variiert stark zwischen Obersee und Untersee. Im tiefen südlichen Becken bei Walchwil erreichst Du Tiefen von bis zu 198 m. Felchen und Rötel halten sich in den kälteren, tieferen Schichten auf. Für Raubfische lohnt sich eher das flachere Nordbecken mit seinen Uferzonen und Hafenstrukturen.


Grundsätzlich gilt: Wo Struktur ist, sind Fische. Hafenmauern, Bootsstege, Einläufe und Schilfgürtel ziehen Beutefische an, und die Räuber folgen ihnen.


Wasserqualität und Zukunft des Zugersees

Der Zugersee gilt als nährstoffreichster See der Schweiz und erfüllt die gesetzlichen Mindestanforderungen bezüglich Nährstoffe und Sauerstoff noch nicht (Kanton Zug). Der aktuelle Phosphorgehalt liegt bei rund 80 mg/m³, der Zielwert für einen «gesunden» See wäre maximal 30 mg/m³.


Die Geschichte der Überdüngung

In den 1970er-Jahren lag die Phosphorbelastung bei rund 100 Tonnen pro Jahr. Durch gezielte Massnahmen konnte dieser Wert auf durchschnittlich 13 bis 15 Tonnen pro Jahr im Zeitraum 1995 bis 2006 gesenkt werden (Kanton Schwyz). Das klingt nach einem Erfolg. Aber der See reagiert extrem langsam auf Veränderungen.


Die Wassererneurungszeit beträgt 14.7 Jahre (Kanton Schwyz). Das bedeutet: Es dauert fast 15 Jahre, bis sich das gesamte Wasser einmal ausgetauscht hat. Die im Sediment gespeicherten Nährstoffe werden noch jahrzehntelang freigesetzt.


Wann wird der Zugersee wieder gesund?

Der Kanton Zug schätzt, dass der Zielzustand frühestens ab 2070 erreichbar ist, und zwar nur mit kombinierten Massnahmen (Kanton Zug). Eine dieser Massnahmen ist die geplante Kompressionsanlage in Walchwil. Sie soll im Winter Druckluft in das südliche Seebecken pumpen und so den Sauerstoffgehalt in der Tiefe verbessern.


Was bedeutet das für Angler?

Die Überdüngung hat direkte Auswirkungen auf den Fischbestand. Zu viele Nährstoffe führen zu Algenwachstum, Sauerstoffmangel in der Tiefe und veränderten Lebensbedingungen. Der Zuger Rötel, der auf kaltes, sauerstoffreiches Tiefenwasser angewiesen ist, leidet besonders darunter. Seine natürliche Fortpflanzung funktioniert nicht mehr. Ohne die künstliche Aufzucht in Walchwil wäre die Art längst verschwunden.


Gleichzeitig profitieren manche Fischarten von nährstoffreichen Gewässern. Egli und Hecht finden reichlich Nahrung und wachsen gut ab. Die Kehrseite: Genau diese Arten sind nun von der PFAS-Problematik betroffen.


Häufig gestellte Fragen

Darf man Fische aus dem Zugersee essen?

Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Seit November 2025 dürfen Hecht und Egli aus dem Zugersee nicht mehr als Lebensmittel verkauft oder abgegeben werden, weil sie die PFAS-Höchstwerte überschreiten (Kanton Zug, 2025). Eigenkonsum bleibt erlaubt, aber der Kanton empfiehlt Zurückhaltung. Felchen sind nicht betroffen und können bedenkenlos gegessen werden.


Was kostet ein Fischereipatent am Zugersee?

Ein Ufer-Jahrespatent kostet CHF 60.- für Einheimische und CHF 120.- für Auswärtige. Das Boot-Jahrespatent liegt bei CHF 140.- bzw. CHF 280.-. Tagespatente für das Boot kosten einheitlich CHF 20.- (Kanton Zug). Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren zahlen CHF 40.- für ein Jahrespatent.


Kann man am Zugersee ohne Patent fischen?

Ja, über das Freiangelrecht. Du darfst vom Ufer aus mit einer Rute, einem einzelnen Haken mit Schwimmer und natürlichem Köder fischen. Kunstköder wie Blinker und Spinner sind nicht erlaubt. Aber: Du brauchst trotzdem einen SaNa-Ausweis und eine Freiangelkarte (Kanton Zug).


Welche Fische sind im Zugersee ganzjährig geschützt?

Ganzjährig geschützt und damit nicht befischbar sind: Aal, Neunauge, Bitterling, Nase, Goldorfe, Bartgrundel und alle Krebsarten (Kanton Zug). Wer einen dieser Fische fängt, muss ihn sofort und schonend zurücksetzen.


Was ist der Zuger Rötel?

Der Zuger Rötel ist eine einzigartige Lokalpopulation des Seesaiblings, die nur im Zugersee und Ägerisee vorkommt. Er wurde erstmals 1264 urkundlich erwähnt. Heute ist er als gefährdet eingestuft und überlebt nur dank künstlicher Aufzucht: Rund 11 Millionen Eier werden jährlich in der Brutanstalt Walchwil ausgebrütet (Zuger Rötel).


Fazit: Lohnt sich das Fischen am Zugersee?

Der Zugersee ist ein faszinierendes, aber komplexes Angelgewässer. 28 Fischarten, günstige Patentpreise ab CHF 60.- und der legendäre Zuger Rötel machen ihn einzigartig in der Schweizer Seenlandschaft. Gleichzeitig verlangen die PFAS-Situation und die Eutrophierung-Problematik von Anglern mehr Aufmerksamkeit als an anderen Gewässern.


Wer die Regeln kennt, die Schonzeiten beachtet und sich über die aktuelle Lage informiert, wird am Zugersee belohnt. Raubfischangler finden im Hafen Zug und an den Kursschiff-Anlegestellen gute Bedingungen. Felchenangler profitieren von unbedenklichen PFAS-Werten bei dieser Art.


Bevor Du loslegst: Stelle sicher, dass Du Deinen Angelschein (SaNa-Ausweis) besitzt, löse das passende Patent und informiere Dich über die aktuellen kantonalen Bestimmungen. Dann steht Deinem Angeltag am Zugersee nichts mehr im Weg.


Kommentare


KENNST DU

UNSERE KURSE?

bottom of page