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Bielersee fischen 2026: Patente, Schonzeiten, Spots und PFAS

  • Autorenbild: Christoph Bachmann
    Christoph Bachmann
  • vor 5 Tagen
  • 10 Min. Lesezeit

Der Bielersee ist einer der fischreichsten Seen der Schweiz. Fast 40 km² Wasserfläche, über 30 Fischarten und eine besondere Eigenschaft: Du kannst hier vom Ufer aus kostenlos angeln. Mit neuen Schonzeiten ab 1. Januar 2026 und einem aktuellen PFAS-Bericht aus dem Mai 2025 gibt es einiges zu wissen, bevor Du den Haken ins Wasser wirfst.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Freiangelrecht: kostenlos mit 1 Rute, Einzelhaken ohne Widerhaken, Kunstköder erlaubt

  • Tagespatent: CHF 32 für Erwachsene

  • Neue 2026-Schonzeiten: Felchen mind. 23 cm (neu), Hecht erst ab 1. Mai, Aal ganzjährig geschützt

  • PFAS Mai 2025: Fische aus dem Bielersee sind laut Kantonschemiker «bedenkenlos konsumierbar»


Freiangelrecht am Bielersee: Was ist kostenlos möglich?

Am Bielersee gilt wie auch am Brienzer- und Thunersee das Freiangelrecht. Von den Ufern aus darf jede Person ohne Patent fischen, sofern folgende Bedingungen eingehalten werden:


  • Nur 1 Angelrute mit einfachem Haken ohne Widerhaken

  • Kunstköder wie Blinker oder Gummifische erlaubt

  • Keine Köderfische

  • Schonzeiten und Mindestmasse gelten auch beim Freiangelrecht


Das Freiangelrecht ist also im Gegensatz zu anderen Kantonen sehr liberal geregelt.


Für die Fischerei vom Boot aus, die Verwendung von Kunstködern mit Drillingen oder Einzelhaken mit Widerhaken ist ein Patent notwendig. Auch vom Ufer.


Fischereipatent Bielersee 2026: Preise und Bezug

Patentpreise Kanton Bern

Patenttyp | Kantonseinwohner | Ausserkantonal


Tagespatent (Erwachsene) | CHF 32 | CHF 32


Tagespatent (Lehrlinge / 17-25 Jahre) | CHF 26 | CHF 26


Tagespatent (Jugend / bis 16 Jahre) | CHF 20 | CHF 20


Wochenpatent (7 Tage) | CHF 100 | CHF 100


Wochenpatent (Lehrlinge / 17-25 Jahre) | CHF 50 | CHF 50


Wochenpatent (Jugend / bis 16 Jahre) | CHF 34 | CHF 34


Monatspatent (30 Tage) | CHF 180 | CHF 360


Jahrespatent | CHF 250 + CHF 50 Bewirtschaftungsbeitrag | CHF 500 + CHF 50


Jahrespatent mit Köderfischfangbewilligung | CHF 280 + CHF 50 | CHF 560 + CHF 50


Gastpatent (in Begleitung Jahrespatentinhaber) | CHF 85 | CHF 85


Quelle: weu.be.ch Fischereipatente und Preise (Kanton Bern, 2025).


Der Bewirtschaftungsbeitrag von CHF 50 pro Jahr gilt für Nicht-Mitglieder des Bernisch Kantonalen Fischerei-Verbands (BKFV). BKFV-Mitglieder sind davon befreit.


SaNa-Pflicht: Wann brauchst Du den Nachweis?

Für Tages- und Wochenpatente ist kein SaNa erforderlich. Du kannst sofort loslegen. Für Monats- und Jahrespatente ist ein gültiger Sachkundenachweis Fischerei (SaNa) Pflicht. Was der SaNa beinhaltet und wie Du ihn erwirbst, erklärt unser Artikel «Zum SaNa-Ausweis in 3 Schritten».


Wo kaufe ich das Patent?

Online im offiziellen Berner Patent-Shop unter efj-shop.apps.be.ch oder über die App «Fischen Bern» (seit 2024, inkl. digitalem Fangstatistik-Management). Zahlung per Kreditkarte, Postfinance oder TWINT. Über 30 physische Ausgabestellen im Kanton sind ebenfalls möglich.


Schonzeiten und Mindestmasse Bielersee 2026 (NEU ab 1. Januar 2026)

Das Fischereireglement des Kantons Bern wurde per 1. Januar 2026 angepasst. Besonders relevant: Das Mindestmass für Felchen wurde von 25 cm auf 23 cm gesenkt. Alle Angaben gemäss weu.be.ch (Kanton Bern, 2026).


Fischart | Mindestmass | Schonzeit | Tageslimit


Felchen | 23 cm | 1. Nov. bis 31. Dez. | 20 Stück


Hecht | 45 cm | 1. März bis 30. April | 5 Stück


Egli / Flussbarsch | 15 cm | keine | 100 Stück


Zander | kein Mindestmass | 1. April bis 31. Mai | max. 5/Tag


Forelle | 45 cm | 1. Sept. bis 31. Jan.  | 3 Stück


Aal | ganzjährig geschützt


Nachtfischerei: Im Sommer verboten von 00:00 bis 05:00 Uhr, im Winter von 20:00 bis 06:00 Uhr.


Wichtig: Schon beim Freiangelrecht gelten dieselben Schonzeiten und Mindestmasse. Einen Hecht unter 45 cm oder Felchen in der Schonzeit zurückzusetzen ist Pflicht.


Fischarten im Bielersee

Der Bielersee ist nährstoffreich und vergleichsweise warm. Über 30 Fischarten leben im See. Die wichtigsten für Angler:


Felchen: Der Hauptzielfisch am Bielersee, intensiv bewirtschaftet. Besatz erfolgt aus den Brutanstalten Faulensee und Ligerz. Beste Fangzeit: Januar bis Juni in Tiefen von 4 bis 30 Metern.


Egli: Sehr guter Bestand, keine Schonzeit, daher ganzjährig fangbar. Besonders aktiv von April bis September.


Hecht: Einer der beliebtesten Zielfische. Uferzonen, Schilfgebiete und Buchten sind typische Reviere.


Zander: Guter Bestand, dämmerungsaktiv. Wichtig: ab 2026 Tageslimit von 5 Stück.


Wels: Grösster Fisch im See, nachtaktiv, schuppenlos. Im Winter in tiefen Zonen inaktiv.


Seeforelle: Selten, strenge Schonzeit (September bis Januar).


Aal: Im Bielersee ganzjährig geschützt, Fang verboten.


Die 8 besten Angelspots am Bielersee

Nordufer

Hafen Le Landeron: Der Einlauf des Zihlkanals bringt Nährstoffe und zieht Fische an. Gute Vegetation für Hecht und starkes Egli-Vorkommen. Parken am Hafen möglich.


Hafen La Neuveville: Felchen, Egli und Hecht. Steiniger Grund und gute Struktur. Von März bis Juni besonders ergiebig für Felchen vom Ufer aus.


Twann: Einer der abwechslungsreichsten Spots am Nordufer. Das Flachwasser fällt steil ab, was Hecht, Egli, Wels und seltene Seeforellen anzieht. Topwater-Fischerei im Sommer ist ein Highlight. Zugänglich vom Bahnhof Twann.


Tüscherz: Die tiefste vom Ufer erreichbare Stelle am Bielersee, mit ca. 30 Metern direkter Abwurftiefe. Ganzjährig gut für Egli und Hecht. Zugänglich vom Bahnhof Tüscherz.


Südufer

Langer Steg Biel: Der Schüss-Einlauf schafft eine natürliche Nahrungszone. Sandig-krautiger Grund zieht Seeforelle, Hecht, Egli, Brassen und Schleie an. Viel Betrieb im Sommer, aber ganzjährig produktiv.


Nidau Seespitz: Der Abfluss des Nidau-Büren-Kanals erzeugt eine leichte Strömung, in der Raubfische (Hecht, Egli, Zander) auf Beute lauern. Gut zugänglich, Parkplätze vorhanden.


Hafen Mörigen: Das trübere Wasser begünstigt den Hecht, der durch vermindertes Sichtvermögen aggressiver jagt. Windgeschützt bei Bise. Parkplätze am Hafen, im Sommer begrenzt.


Langer Steg Lüscherz: Flacher Spot mit 3-5 Metern Tiefe. Carolina Rig im Frühling für Egli sehr effektiv. Am Hafen gibt es eine kostenlose Bootsrampe.


Angeltechniken für den Bielersee

Felchen angeln

Felchen halten sich in Tiefen von 4 bis 30 Metern auf. Vom Boot aus ist die Hegene die effektivste Methode, benötigt allerdings ein Patent. Mit dem Freiangelrecht lassen sich gelegentlich Felchen in flacheren Bereichen fangen. Tipp: Felchen finden sich von Januar bis Juni besonders konzentriert bei Vinelz, Erlach und La Neuveville.


Egli fischen

Egli sind von April bis September aktiv in Tiefen von 5 bis 15 Metern. Jiggen mit 5-Gramm-Jigs und 7-cm-Gummifisch ist sehr effektiv. Der Carolina Rig mit 60 cm Vorfach und 10-20 g Tungsten-Sinker auf 8-12 Metern Tiefe funktioniert besonders gut im Frühling. Tipp: Möwen beim Füttern beobachten, denn wo Möwen tauchen, sind Köderfischschwärme und dahinter folgen Egli.


Hecht fischen

Hecht findet man in Schilfgebieten, Buchten und nahe der Einläufe. Spinnköder, grosse Gummifische und Wobbler sind die bewährtesten Köder. Die Schonzeit vom 1. März bis 30. April ist strikt einzuhalten. Hechtangler bevorzugen den Winter und den Herbst, wenn das Wasser klar ist und Hechte aggressiv fressen.


Zander fischen

Zander jagen dämmerungsaktiv. Beste Zeiten am Abend vor Dunkeleinbruch und früh morgens. Gummifische in 8-12 cm, langsam nahe am Grund geführt, sind Standard. Ab 2026 gilt ein Tageslimit von 5 Zandern.


Wels fischen

Wels ist der grösste Fisch im Bielersee und einer der anspruchsvollsten Zielfische. Er ist nachtaktiv und bevorzugt tiefe, warme Zonen im Sommer. Beste Zeiten: von Sonnenuntergang bis Mitternacht. Standard-Montage: schwere Grundmontage (50-100 g Blei), grosser Haken (Grösse 2/0-6/0), Köder wie Fisch, Regenwürmer im Bündel oder Tiefkühlshrimps. Der Schüss-Einlauf beim Langen Steg Biel ist ein klassischer Wels-Spot. Wels-Bestand im Bielersee wächst stetig; Rekordexemplare über 1.5 Meter sind dokumentiert.


Seeforelle fischen

Seeforellen sind selten und streng geschützt (Schonzeit September bis Januar, Mindestmass 45 cm). In der Saison (Februar bis August) fängt man sie meist beim Tiefschleppen oder mit Spinnködern nahe an Einläufen. Spot-Tipp: Der Bereich vor dem Landeron-Kanal in der Morgendämmerung. Wer eine Seeforelle fängt, hat das Glück auf seiner Seite, denn der Bestand ist gering.


PFAS im Bielersee: Was der Bericht 2025 sagt

Im Mai 2025 veröffentlichte der Kanton Bern die Ergebnisse einer umfassenden Messung. 111 Fische aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee wurden zwischen Januar und April 2025 auf PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) untersucht (Kanton Bern, Mai 2025).


Die wichtigsten Ergebnisse:

  • PFAS wurde in allen 111 Proben nachgewiesen (11 von 29 PFAS-Verbindungen detektiert)

  • Durchschnittliche Gesamtbelastung: Rotaugen 9.6 µg/kg, Egli 11.2 µg/kg, Felchen 16.8 µg/kg

  • Alle Werte unter dem Höchstgehalt von 35 µg/kg

  • Einzige Ausnahme: Eine Hechtprobe mit 10.9 µg/kg überschritt den für Hecht geltenden Höchstgehalt von 7 µg/kg


Fazit des Kantonschemiker: «Fische aus dem Bielersee können nach wie vor bedenkenlos konsumiert werden.» Wer besonders vorsichtig sein möchte, kann bei Hecht den Konsum moderat halten.


Bemerkenswert: Seit September 2024 stammt 100% des Trinkwassers für Biel und Nidau aus dem Bielersee. Die Wasserqualität des Sees wird laufend überwacht.


Einstieg ohne Patent: Was Du als Anfänger am Bielersee wissen musst

Das Freiangelrecht am Bielersee ist ein idealer Einstieg. Du brauchst kein Kurs, kein Ausweis, kein SaNa. Einfach hinkommen, Rute ins Wasser, warten. Damit Kinder problemlos mitmachen können, ist der Bielersee eines der unkompliziertesten Angelerlebnisse der Schweiz. Beachte, dass auch beim Angeln mit dem Freiangelrecht der Tierschutzgerechte Umgang mit dem Fisch gilt. Du musst immer dabei haben: Fischtöter, Feumer, Messer, Massband, Hakenlöser. Lies also in jedem Fall einmal die Vorschriften in Ruhe durch, bevor Du Deine ersten Würfe machst.


Bootsangeln und Bootsrampen

Für die Bootsfischerei braucht es ein Patent. Diese Einwasserungsstellen sind empfehlenswert:

  • Le Landeron: Kostenlos, viel Platz, Parkgebühr

  • Lüscherz: Kostenlos, etwas eng, Tankstelle und Kiosk

  • Erlach: Guter Zugang für kleine Boote

  • Mörigen: Tagesgebühr, begrenzte Parkplätze im Sommer


Die Motorgrösse ist durch kantonale Regeln eingeschränkt (Elektro- und Benzinmotoren, keine Hochleistungsboote auf Bernseen).


Drei-Seen-Land: Der Bielersee als Teil des grösseren Systems

Der Bielersee ist Teil des sogenannten Drei-Seen-Landes zusammen mit dem Murtensee und dem Neuenburgersee. Diese drei Seen sind durch den Zihlkanal und den Hagneckkanal miteinander verbunden. Fischereipatente am Bielersee gelten nicht automatisch für Murtensee und Neuenburgersee, da diese interkantonale Gewässer mit eigenen Regelungen sind.


Hagneckkanal und Aare: Der Einlauf der Aare in den Bielersee am Nidau-Büren-Kanal ist ein wichtiger Fischweg. Seeforellen und Hechte nutzen den Kanalbereich als Wanderkorridor. Der Bereich rund um die Kanaleinmündung in der Nidau Seespitz ist einer der produktivsten Spots, insbesondere für Raubfische.


Gesamtes kantonales Jahrespatent: Mit dem Berner Jahrespatent für CHF 300 (CHF 250 + CHF 50) kannst Du nicht nur am Bielersee, sondern auch am Brienzersee und Thunersee fischen. Das Berner Bergseen-Angebot (Oeschinensee, Engstlensee, Arnensee) ist ebenfalls inklusive.


Der Bielersee und seine Besonderheiten

Der Bielersee ist der achtgrösste See der Schweiz mit 39.8 km² Fläche und 74 Metern Tiefe. Er liegt auf 429 Metern über Meer, ist 15 km lang und bis zu 4.1 km breit. Bemerkenswert ist seine Anbindung an die Drei-Seen-Route: Der Zihlkanal verbindet Bielersee und Neuenburgersee, während der Hagneckkanal die Aare einleitet.


Die St. Petersinsel ist eigentlich eine Halbinsel (seit ca. 1880 durch die Juragewässerkorrektion). Jean-Jacques Rousseau fand hier 1765 Zuflucht und beschrieb die Insel als einen der schönsten Orte, die er je gesehen hatte. Heute ist sie Naturschutzgebiet mit Restaurant und Hotel. Die Nordwestseite der Halbinsel ist ein wenig frequentierter, aber produktiver Felchen- und Egli-Spot.


Das Bernische Jahrespatent: Was ist alles inklusive?

Das Jahrespatent für CHF 300 (CHF 250 + CHF 50 Bewirtschaftungsbeitrag) ist eines der besten Preis-Leistungs-Angebote in der Schweizer Fischwelt. Es deckt weit mehr ab als nur den Bielersee. Mit einem einzigen Bern-Patent kannst Du fischen in:


  • Bielersee, Brienzersee und Thunersee

  • 6 Bergseen (Arnensee, Engstlensee, Oeschinensee und weitere)

  • Mehrere Stauseen und Reservoirs

  • Über 27 Fliessgewässer im Kanton


Das macht das Jahrespatent besonders attraktiv für Fischer, die die ganze Saison über verschiedene Gewässer ausprobieren möchten.


Für Mitglieder des Bernisch Kantonalen Fischerei-Verbands (BKFV) entfällt der Bewirtschaftungsbeitrag von CHF 50. Eine BKFV-Mitgliedschaft lohnt sich damit bei regelmässigem Fischen im Kanton Bern schnell.


Beste Jahreszeiten am Bielersee

Frühling (März – Mai): Hechte stehen kurz vor und nach der Schonzeit (1. März bis 30. April) unter starkem Frassdruck. Egli kommen ab April aus der Winterruhe und sammeln sich in den flachen, sich erwärmenden Uferzonen. Felchen ziehen von März bis Mai in Tiefen von 10-20 Metern und sind besonders aktiv. Beste Spinnfischer-Monate für Zander.


Sommer (Juni – August): Wels wird aktiv und ist besonders nachts erfolgreich zu fangen. Egli halten sich in 8-15 Metern auf und sind ganzjährig fischbar. Topwater-Fischerei auf Hecht am Morgen in Twann. Der See ist gut frequentiert; wer Ruhe sucht, fischt unter der Woche.


Herbst (September – Oktober): Die produktivste Jahreszeit insgesamt. Hecht fressen intensiv und sind weniger wählerisch. Egli bilden grosse Schulen und folgen Köderfischschwärmen. Seeforellen sind ab September in der Schonzeit, also ab diesem Zeitpunkt bitte sofort zurücksetzen.


Winter (November – Februar): Felchen sind ab November bis Ende Dezember in der Schonzeit. Hecht bleibt aktiv bis zur Schonzeit im März. Karpfen verziehen sich in tiefere Bereiche und reagieren auf Mais und Boilies im Grundangeln.


Karpfen am Bielersee: Der Stilfisch für Geduldige

Der Bielersee hat einen sehr guten Karpfenbestand. Karpfen wachsen hier dank des nährstoffreichen Wassers schnell und erreichen Gewichte von 5-15 kg.


Beste Spots für Karpfen: Die flacheren Buchten am Südufer bei Lüscherz und Erlach. Auch der Bereich bei der St. Petersinsel bietet gute Karpfenreviere im seichten Wasser.


Technik: Grundmontage mit Haarmontage, Köder wie Boilies, Tigernüsse oder Mais. Karpfen fressen intensiv von Mai bis Oktober bei Wassertemperaturen über 16 Grad. Im Frühjahr, wenn das Wasser sich erstmals erwärmt, sind Karpfen in den flachen Uferzonen besonders aktiv.


Ausrüstung: Karpfenrute 3 Lbs, Karpfenrolle mit ausreichend Schnurkapazität (150 m), starkes Vorfach (0.35-0.45 mm). Für Nachtfischerei Bissanzeiger.


Karpfen und die neuen Berner Regeln: Kein Mindestmass, keine Schonzeit für Karpfen am Bielersee. Catch-and-Release ist erlaubt sofern der Fisch sofort in einwandfreiem Zustand zurückgesetzt wird und kein unnötiges Leiden entsteht.


Vergleich mit anderen Schweizer Seen

Interessiert Dich auch das Fischen in anderen Kantonen? Den Zugersee im Kanton Zug und den günstigen Tagespatenten ab CHF 20, stellen wir in unserem Artikel Fischen am Zugersee vor. Einen Überblick über das komplett überarbeitete Patentsystem im Kanton Zürich findest Du im Artikel Fischereipatent Zürich 2026.


Häufige Fragen zum Fischen am Bielersee


Ist Fischen im Bielersee ohne Angelpatent erlaubt?

Ja. Am Bielersee gilt das Freiangelrecht: 1 Rute, Einzelhaken ohne Widerhaken sowie Kunstköder vom Ufer aus. Für die Fischerei vom Boot aus, brauchst Du ein Patent.


Wo kann man am Bielersee am besten fischen?

Top-Spots: Hafen Le Landeron und La Neuveville (Nord), Twann (Topwater), Nidau Seespitz und Lüscherz (Süd). Jeder Spot hat seine Stärken je nach Saison und Zielfisch.


Was ist die Schonzeit am Bielersee?

Ab 2026: Felchen 1. Nov. – 31. Dez. (mind. 23 cm), Hecht 1. März – 30. April (mind. 45 cm), Seeforelle 1. Sept. – 31. Jan. (mind. 45 cm), Aal ganzjährig verboten.


Gibt es PFAS im Bielersee?

Ja, aber in Mengen unter dem Höchstwert. Laut Kantonslabor Bern (Mai 2025) sind Bielersee-Fische «bedenkenlos konsumierbar». Eine Hechtprobe überschritt den artspezifischen Grenzwert leicht.


Wie fische ich im Bielersee am besten auf Felchen?

Die effektivste Methode vom Boot aus ist die Hegene, ein Vorfach mit 4-6 Hakenpaaren, das in Tiefen von 10-30 Metern geführt wird.


Kann ich am Bielersee Nachtfischen?

Nicht beliebig. Im Winter ist Nachtfischen von 20:00 bis 06:00 Uhr verboten, im Sommer von 00:00 bis 05:00 Uhr. Dämmerungsangeln auf Zander und Wels ist möglich, sobald Du die Tageszeiten einhältst.


Welches Tagespatent gibt es am Bielersee und wie kaufe ich es?

Tagespatent kostet CHF 32 für Erwachsene, CHF 26 für Lehrlinge, CHF 20 für Jugendliche. Kauf online auf efj-shop.apps.be.ch oder über die App «Fischen Bern». Kein SaNa erforderlich für Tages- und Wochenpatente.


Fazit

Der Bielersee bietet mit dem Freiangelrecht einen unkomplizierten Einstieg für alle, die einfach mal angeln möchten. Für erfahrene Fischer gibt es mit Tagespatenten ab CHF 32 und einem Jahrespatent für CHF 300 ein attraktives System. Die neuen 2026-Schonzeiten sind leicht geändert: Felchen können jetzt ab 23 cm entnommen werden, Aal ist ganzjährig tabu. Die PFAS-Situation ist unter Kontrolle und gibt keinen Grund zur Sorge. Viel Erfolg beim nächsten Ausflug an einen der schönsten Seen der Schweiz!


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